6. Internationales Wissenschaftsforum

Geschrieben von PRONOVUS am in Blog

6. Internationales Wissenschaftsforum in Bonn – The Best of Neuroscience

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Ein tolles Event mit 1400 Personen im Maritim Hotel Bonn. Hier eine Zusammenfassung der verschiedenen Vorträge:

Ist unser Gehirn vernünftig (Prof. Dr. Lutz Jäncke)

  • Unser Gehirn ist ein Energievampir (benötigt 70 % der Energie)
  • Wir sind funktionell blind und nehmen nur einen kleinen Teil der Umwelt wahr
  • Das Irrelevante wird gehemmt, damit wir uns auf Relevantes konzentrieren können
  • 22 % der amerikanischen Bevölkerung kennt die Namen der fünf Simpsons und nur 0,1 % kennt die fünf Rechte der amerikanischen Verfassung

Sollen, Wollen Können (Prof. Dr. Julius Kuhl)

  • Motivationale Intelligenz = Vom Vorsatz zum Tun
  • Fremdbestimmte Ziele sind schwer zu erreichen? Das Ich (linke Hemisphäre) hält das Ziel für selbst gewählt, doch das Selbst (rechte Hemisphäre) weiß unbewusst, dass das Ziel fremdbestimmt ist
  • Wie setzen wir Vorsätze um?
  1. Ein schwieiriges Vorhaben auswählen
  2. Sich vorstellen, wie schön es ist, wenn ich es ausgeführt habe
  3. Welche Schwierigkeiten können auftreten und welche unangenehmen Dinge sind zu tun
  4. Schritte 2 und 3 immer wieder wiederholen

Glück im Arbeitsalltag (Prof. Dr. Tobias Esch)

  • 66 % der Deutschen klagen über ein hohes Arbeitspensum (USA = 42 %, GB = 44 %)
  • Stress durch hohen Termin- und Leistungsdruck und durch wenig Handlungsspielraum
  • Das Gegenmittel zu Stress ist Entspannung – nur in Stresssituationen ist es kaum möglich zu entspannen
  • Stressbewältigung ist:
  1. Verhalten: Was macht Spaß und was macht mich glücklich?
  2. Bewegung: 30 Minuten täglich bewegen
  3. Entspannung: 20 Minuten täglich entspannen
  4. Ernährung: Gesunde Ernährung und viel Wasser trinken
  • Laut Umfragen ist Glück … irgendwas in der Natur, genau am richtigen Ort zu wohnen, gutes Essen, Glaube, verliebt und verbunden sein
  • Um Glück zu fühlen: Open your mind (neugierig sein für Neues), teilen (mit anderen gemeinsam kommunizieren) und Achtsamkeit (wherever you go there you are)

Ist Lachen die beste Medizin? (Dr. Eckart von Hirschhausen)

  • humoris (griech.) = fließen
  • aufgesetzte Gefühle machen aggressiv
  • Ich kann mich ärgern, muss aber nicht
  • Umgang mit Ärger, wenn er doch auftritt – 5 Fragen
  1. Ist die Situation für mich lebensbedrohlich? (wenn ja – handeln)
  2. Ist die Situation für andere lebensbedrohlich? (wenn ja – handeln)
  3. Wenn ich noch drei Monate zu leben hätte, würde ich mich dann darüber ärgern?
  4. Wenn ich die Situation einem 4-jährigen Kind erzählen würde, würde das Kind die Situation schlimm finden?
  5. Kann ich in fünf Jahren darüber lachen? (wenn ja – warum nicht schon in 5 Monaten, 5 Tagen, 5 Minuten)

Wir sind, was wir erinnern (Prof. Dr. Eric Kandel)

  • Ohne Gedächtnis hat ein Mensch kein Gefühl für Schmerz, er ist wie tot
  • Osteocalcin (Peptidhormon) wirkt in Muskeln, hat Auswirkungen auf das Gehirn und wirkt verjüngend – In Bewegung sein für Osteocalcin
  • Nervenzellen können sich nicht erneuern, aber Synapsen können sich ständig neu bilden
  • Um dem altersbedingten Gedächtnisverlust vorzubeugen und Synapsen zu erneuern: Viel zu Fuß gehen, intellektuelle Aktivitäten (neue Sprache lernen), soziale Beziehungen, Tanzen, Sport, Musikinstrument spielen

 

 

 

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