Mythen der Führung

Geschrieben von PRONOVUS am in Blog

Myths Facts Arrows Concept

 

 

Beim Thema Führung gibt es zehn hemmende Glaubenssätze, die so genannten Mythen der Führung. Fragen Sie sich, welchen Mythen Sie unterliegen und welche Hemmnisse Sie aus dem Weg schaffen sollten, um Ihre Wirkung als Führungsperson zu verbessern.

 

 

1. Bild der idealen Führungsperson

Auf die Frage „Was verstehen Sie unter einer guten Führungsperson?“ antworten viele Menschen mit einer endlosen Liste an Eigenschaften: Gerecht, kritikfähig, entscheidungsstark, organisiert, selbstbewusst, belastbar, positiv, fleißig, willensstark, … Was aber in der Führung zählt, ist Wirkung! Überlegen Sie weniger, wie eine Führungsperson SEIN SOLL, sondern was sie TUN MUSS.

Machen Sie Schluss mit dem überzogenen Ansatz der “idealen Führungsperson”.

 

2. Führung ist eine angeborene Fähigkeit

Sind Sie überzeugt davon, dass die Fähigkeiten, welche zum Führen notwendig sind, angeboren sind? Dieser Ansatz gilt zum Glück nur für die absolute Elite. Das, was Führungspersonen brauchen, um wirkungsvoll zu führen, ist erlernbar. Es geht darum, die eigenen Anlagen und Stärken zu erkennen und auszubauen.

Werden Sie die/der Beste, die/der Sie sein können.

 

3. Nur positive Eigenschaften

Sie denken, dass Führungspersonen nur positive Eigenschaften aufweisen und immer gut drauf sein sollten? Führungspersonen sind auch nur Menschen und haben von Zeit zu Zeit ein Tief. Dazu haben Sie auch jedes Recht. Nur nicht dazu, die schlechte Laune an anderen auszulassen.

Sie dürfen auch mal schlecht drauf sein.

 

4. Mitarbeiter glücklich machen

Sehen Sie sich verantwortlich für das Glück Ihrer Mitarbeiter? Menschen sind für ihr Glück selbst verantwortlich und wachsen nur dann, wenn sie sich strecken müssen.

Geben Sie Raum für Wachstum und lassen Sie die Mitarbeiter ihr eigenes Glück erschaffen.

 

5. Über Nähe zu Leistung

Sie gehen davon aus, dass Nähe zu Leistung führt? Nähe alleine kann zu Harmoniesucht führen und vom eigentlichen Ziel ablenken – dem Entwickeln von Menschen. Nähe und Distanz sind ganz wesentliche Führungsinstrumente und sollten in Balance sein.

Verhalten Sie sich so, wie es andere brauchen, um sich zu entwickeln, nicht so, wie Sie oder die anderen es gerne hätten.

 

6. Mitarbeiter zufrieden machen

Sie wollen Ihre Mitarbeiter zufrieden machen und das Motiv “gebraucht zu werden” steht im Vordergrund? Natürlich sind Sie als Führungsperson verantwortlich für ein positives Betriebsklima, doch lassen Sie dies von anderen nicht ausnutzen. Schaffen Sie Raum dafür, dass sich Ihre Mitarbeiter selbst ihre Zufriedenheit erarbeiten können.

Vermeiden Sie “Harmonie um jeden Preis”.

 

7. Steuerung nur über Hierarchie

Sie denken, dass Führung nur über Hierarchie läuft? Dieses alte und überholte Bild spukt immer noch in vielen Köpfen herum. Eine wirkungsvolle Führungsperson führt in alle Richtungen: Nach oben, zur Seite und nach unten.

Führen Sie sich selbst, lassen Sie sich von anderen führen und führen Sie andere.

 

8. Mitarbeiter abhängig machen

Unterliegen Sie diesem meist unbewussten Impuls? Dies kann von mangelndem Selbstvertrauen und der Angst, von anderen überholt zu werden, zeugen. Ist Machterhalt Ihr unbewusstes oder bewusstes Motiv?

Schaffen Sie keine Abhängigkeiten, sondern machen Sie Ihre Mitarbeiter stark und unabhängig.

 

9. Mitarbeiter motivieren

Sie denken, dass Sie Ihre Mitarbeiter motivieren müssen? Dies kann dazu führen, dass sich Mitarbeiter ihre Motivation ständig von Ihnen holen, anstatt selbst dafür zu sorgen. Als Führungsperson müssen Sie niemanden motivieren.

Entwickeln Sie die innere und unabhängige Antriebskraft Ihrer Mitarbeiter (Engagement = Ziele x Selbstvertrauen).

 

10. Einsatz von Psychotricks

Greifen Sie manchmal auf Psychotricks zurück? Psychotricks dienen der Täuschung und funktionieren kurzfristig. Mittelfristig werden sie aber von anderen durchschaut und Vertrauen wird zerstört. Die Mitarbeiter sollten den Führungsprozess verstehen und damit einverstanden sein.

Schaffen Sie Vertrauen durch Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Berechenbarkeit.

 

(Quelle: http://www.fuehren-und-wirken.de/blogreihe/10-mythen-der-fuehrung/)

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